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„Es braucht ein ganzes Dorf, um gesund und in Würde leben und altern zu können!“ Unter diesem Motto steht ein europäisches Projekt. Damit soll älteren Menschen in ländlichen Gemeinden ermöglicht werden, so lange wie möglich und gewünscht in größtmöglicher Selbstständigkeit, in der vertrauten Umgebung, alt werden, und am Leben in der Gemeinde aktiv teilhaben zu können.
„Soziale und wirtschaftliche Entwicklungen, Corona und viele andere gesellschaftliche Herausforderungen gehen auch an unserer Gemeinde nicht vorbei. Wir wollen fit sein für die Herausforderungen der Zukunft und ein lebenswertes Sierning, und für alle Bewohnerinnen und Bewohner eine Sorgekultur entwickeln, um gesund und in Würde in Sierning leben und älter werden zu können. Ich freue mich, dass wir als zweite Gemeinde in Österreich in dieses Projekt aufgenommen wurden“, so Bgm. Richard Kerbl.
„Bei Hausbesuchen ist uns bereits in der Vergangenheit aufgefallen, dass die Vereinsamung im Alter ein brisantes Thema ist. Ich bin froh, dass wir im Rahmen dieses Projekts genau hier ansetzen können und so unser Sierning noch lebenswerter wird. Denn eines ist sicher – jeder von uns wird älter und soll aus diesem Projekt profitieren. Weil uns die Menschen in Sierning wichtig sind.“, so Sozialreferentin und Kernteamleiterin VBgm. Mag. Ursula Auer.
Was wollen wir erreichen?
Was wollen wir tun?
Gemeinsam werden wir generationenübergreifende Aktivitäten entwickeln und umsetzen, in die möglichst Viele eingebunden werden: Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen, soziale und kirchliche Einrichtungen, Pflege- und Gesundheitseinrichtungen, Ärzte, Schulen usw.
Das können verschiedenste Ideen sein, die aus der Bevölkerung kommen wie z. B. Erzählbänke, Mittagstisch, Alt hilft Jung – Jung hilft Alt uvm. Zusätzlich bieten wir eine Schulung für Menschen an, die ältere Menschen ein paar Stunden im Monat ehrenamtlich unterstützen wollen oder bereits unterstützen.
Begleitet und beraten werden wir durch Mag. Elisabeth Frommel und Eva Maria Lubinger von der SPES Zukunftsakademie Schlierbach. Da die Marktgemeinde Sierning als eine der beiden Modellgemeinden Österreichs ausgewählt wurde, wird dieses zukunftsweisende und nachhaltige Projekt von der Europäischen Union Erasmus+ finanziert.
Wie wird das umgesetzt?
Verschiedenste Veranstaltungen, Workshops, Gespräche und Schulungen sind geplant, zu denen wir Sie rechtzeitig informieren und jetzt schon sehr herzlich zum Mitmachen und Mitgestalten einladen! Ein überparteiliches Kernteam in der Gemeinde sorgt dafür, dass die Zukunftsinitiative gut läuft, alle Bürgerinnen und Bürger gut informiert sind und rechtzeitig zu den Veranstaltungen und Workshops eingeladen werden.
ZEITBANKplus in Sierning:
Was ist eine Zeitbank+?
ZEITBANKplus ermöglicht es, Hilfsdienste untereinander auszutauschen: Sie bieten an, was sie gerne machen und gut können, sammeln dabei Stunden, die im Gegenzug für eigene Unterstützung eingelöst werden können. Ob Gartenarbeit, kurzfristige Kinderbetreuung, Fahrdienste, Einkäufe oder kleinere Reparaturen – das Angebot ist vielfältig und für alle Generationen! Die Hilfsdienste sind nicht regelmäßig, nicht verpflichtend und selbst einteilbar, je nach Ihren Möglichkeiten.
Durch dieses gegenseitige Geben und Nehmen ohne Geld wird der Zusammenhalt und das soziale Miteinander in unserer Gemeinde gefördert und gestärkt. Von Jung bis Alt sind alle herzlich eingeladen. Gemeinsam schaffen wir es, die aktuellen Herausforderungen durch den demografischen Wandel zu bewältigen und eine Nachbarschaftshilfe aufzubauen, in der Jede*r zählt.
(Auszug Presseinfo Eva Lubinger SPES Zukunftsakademie)
Nähere Infos finden Sie unter www.zeitbank-plus.at
Wenn Sie mitmachen möchten, melden Sie sich bitte am Marktgemeindeamt im Bürgerservice beiMarco Gschnaittner, Tel. +43 7259 22 55 - 246.
Logos: Caring & Sharing Communities/Erasmus+/SPES
03.11.2023